CREATIVE STAGE DUISBURG

30.06.2010 | 19.00 Uhr

AUSBLICK: PROGRAMM UND AKTEURE

UNPROJEKTE 2010

unprojekte_2010

unprojekte e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der die kulturelle Kreativkraft der Metropole Ruhr – neben den offiziellen Kulturhauptstadt2010-Projekten - ans Licht bringen und nachhaltig nutzbar machen will. Ideengeber ist ein Team aus engagierten Kreativen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, abgelehnten, nicht eingereichten und neuen Projekten einen öffentlichen Raum zu geben. Langfristiges Ziel - über das Kulturhauptstadtjahr 2010 hinaus - ist die Etablierung von www.unprojekte.de als zentrale Kreativplattform für die gesamte Ruhrstadt-Region.

unaufhaltsam, ungewöhnlich, ungesehen, unverbraucht – unprojekte

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DURIAN GMBH

"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum."(Friedrich Nietzsche)

Für Frank Oberpichler, Geschäftsführer der Durian GmbH gilt genau das, ist er doch auch auf den Bühnen dieser Erde zuhause und kann auf eine Expertise (wir lieben dieses Wort) von über 500 Konzerten, 17 Platten, über 100 eigenen veröffentlichten Songs und 2 Rock'n'Roll Romanen verweisen - okay, die Zusammenarbeit mit Künstlern aus England, Japan, U.S.A., Frankreich und Spanien lassen wir mal außen vor.

Nicht schlecht für einen PR-ler! Dass sich daraus zahlreiche Kontakte ergeben, liegt auf der Hand. Wenn der studierte Magister der Germanistik dann auch noch die Urform der Öffentlichkeitsarbeit, den Bänkelsang, präsentiert, dürfte es spannend werden.


In diesem Sinne: Zu einer creative stage gehört Rock'n'Roll, gehört Blues, gehört vielleicht auch ein uraltes Lied zwo, drei. Alles ist möglich. Lediglich Referenzen zu präsentieren ist die Sache von Durian nicht. Arbeitsproben et cetera möge der geneigte Interessent unter www.durian-pr.de nachschlagen.

Credo: "Wenn andere Gutes über Sie sagen, haben wir alles richtig gemacht."

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FINGER ON TALLIN

Finger on Tallin

Unter dem Namen Finger on Tallin entwirft Elisa Kühnl zaghafte, versöhnliche Kompositionen. Sie spielt melancholisch stimmungsvolle Lieder auf dem Klavier, singt dazu und reichert ihre Musik mit schlichten Elektronikschnipseln an.

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GEOMOBILE / EMSCHERKUNST.2010

Finger on Tallin

EMSCHERKUNST.2010 in der Hosentasche

Am 29. Mai 2010 wurde das größte Kunstprojekt der Kulturhauptstadt eröffnet. 40 Künstlerinnen und Künstler erschaffen 20 Werke unterschiedlichster Art. Die ungewöhnlichsten Räume wie Schleusen, ehemalige Industrieanlagen oder urbane Brachflächen werden zur Bühne der EMSCHERKUNST.2010 vor dem Hintergrund des riesigen Renaturierungsprojekts. Jetzt haben Besucher 100 Tage Zeit, um die insgesamt acht Ausstellungsräume auf der Emscherinsel am Rhein-Herne-Kanal zu erkunden.

Damit sie auch tatsächlich kommen, gibt es (u.a.) einen kostenlosen mobilen Ausstellungsführer für private Handys. Er wurde von der GeoMobile GmbH aus Dortmund entwickelt. Die App soll informieren, interessieren und so zum Besuch animieren. In diesem Einsatzszenario löst die App den traditionellen Audioguide als Ausstellungsführer ab. Sie vermittelt Kunst, und sie trägt das Ausstellungsangebot in der Breite an neue potentielle Besuchergruppen heran.

GeoMobile stellt das Einsatzszenario mobiler Anwendungen als Multiplikator für Kulturevents vor.

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HAFENKULT

Schauraum Hafenkult

“Sein Leben lang bewegt man sich auf Nebenwegen, die mit Glück irgendwann in den richtigen Weg münden.”

Anfang 2010 verwirklichte die Diplomkauffrau Katja Zappe einen von ihr lange gehegten Traum von der Kunst. Sie fand eine Immobilie mit besonderer Ausstrahlung an einem besonderen Ort am Parallelhafen 12 in Duisburg Neuenkamp mitten in den Duisburger Industriehäfen gelegen, dessen herbem Charme Künstler und Besucher mit dem ersten Blick verfallen, richtete dort vierzehn Ateliers sowie einen kleinen und einen großen Schauraum ein und gründete ein Künstlerhaus, dem sie den Namen Hafenkult gab:

Fünfzehn hochmotivierte und verschiedenartige Künstler, die ein breites Spektrum künstlerischer Gattungen umfassen – Malerei, Skulptur, Plastik, Objektkunst, Fotografie, Grafik, Illustration, Textildesign, Bühnenbild, Schmuckgestaltung – arbeiten in anregendem Austausch miteinander Tür an Tür im Hafenkult.

Eine von ihnen ist die Textildesignerin Britta Pasche, die unter dem Label „frau p im atelier“ individuelle Wohnaccessoires aus recycelten handbedruckten Textilien kreiert. Mit der Ansage „Skurriler Wohnen“ präsentiert der Duisburger Künstler LISNOIR Arbeiten seiner POP-Ära.


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KUNSTDU.DE

KunstDU

Das seit 2005 bestehende Projekt "KunstDU.de" fungiert als Netzwerk der Duisburger Künstler. Die ursprüngliche Übersicht der Teilnehmer des Offenen Ateliers DU hat sich mit der Zeit zu einer Web 2.0 Plattform der lokalen Kunstszene entwickelt. Für die creative stage blicken die vier Autoren auf die verschiedenen Phasen des Projektes zurück, analysieren den aktuellen Status und wagen einen Ausblick in die Zukunft.

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SAIME KARABIBER

Saime Karabiber

Durch die kreative Umsetzung des Themas „Spiel der Zeiten“ sicherte sich die 21jährige Duisburgerin Saime Karabiber mit ihrer Kollektion „Drape it“ im Februar diesen Jahres den NRW Fashion Award. 150 Teilnehmer ließ sie dabei hinter sich und nahm den von Jade Make-up Chef Boris Entrup an zwölf Nachwuchsdesigner überreichten Preis in Düsseldorf entgegen. Ausgezeichnet wurde sie für die gelungene Kombination von Kostüm, Haar und Make up.

Ihre erste Kleiderkollektion präsentiert die Absolventin des Duisburger Gertrud-Bäumler-Berufskollegs noch einmal am 30.6.2010. Saime Karabiber hat eine Vorliebe für außergewöhnliche Stoffe und liebt die Drapage. Daher verzichtet sie bewusst auf Accessiores; sie lässt nur die Stoffe Organza und Satin für sich wirken.

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THEATEROFFENSIVE

Theateroffensive

theateroffensive bietet eine Spielwiese, ein Lernfeld, einen Trainigsplatz mit und für Theater. Projekt-, Seminar- und Workshopangebote von theateroffensive richten sich an (junge) Erwachsene, Gruppen und Unternehmen, die mit Theaterspiel künstlerisch, pädagogisch und/oder therapeutisch arbeiten wollen. Egal ob Profis oder Amateure, es geht darum, Lust am darstellenden Spiel zu haben und dabei Altes neu zu denken, sich und andere zu entdecken, Synergien zu schaffen, Projekte anzustoßen, Produktionen zu erarbeiten, Aufführungen zu zeigen; eben, Theaterspiel in allen Facetten zu erleben!

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LOKAL HARMONIE

Lokal Harmonie

Das hat uns ja auch keiner an der Wiege gesungen, dass wir mal hier landen. Seit zwei Jahren sitzen wir jetzt im Ladenlokal einer ehemaligen Eisenwarenhandlung in Ruhrort und fragen uns, was wir hier sollen könnten.
Mit der Frage, was Ruhrort ist und ob es sein muss, fing alles an. TAD – Theater Arbeit Duisburg und Tup – Theorie und Praxis e.V. nahmen den leerstehenden Laden via Mietzins in Besitz, mit handfesten Interessen: „Nicht nur um die Erfassung der inneren Logik der sozialen Realität ist es uns zu tun. Wir wollen diese Realität auch ändern. Revolutionär … in etwas, das schön ist.“
Darin steckte schon der Keim zum Fehlstart eines glücklichen Miteinanders, denn Ruhrorter sagen, dass Auswärtige sagen, Ruhrort sei der schönste Stadtteil Duisburgs. „Was kommt denn hier ’rein?“, fragte eine am Laden vorbeizuckelnde Rollatorschieberin einen gerade außen dekorierenden TAD-Regisseur. Der: „Kunst!“ Sie: „Macht ja nichts!“ Eben. Muss sich hier, wie überall, etwas ändern, damit es schön wird, oder ist es hier, wie überall, (noch, immer noch) zu schön, als dass sich etwas ändert?
Vermutlich ist es so, dass Duisburg sich Ruhrort 1905 einverleibte als Zweitstadt zum Ausschlachten, und jetzt ist hier alles aufgebraucht. Da kamen wir als kreative Zwischenmieter wohl gerade recht. Als Beitrag zur Gentrifizierung – solange bis bzw. damit sich hier wieder richtige Geschäfte ansiedeln.
Warum dann hierbleiben? Warum, nach der 2-wöchigen „Ruhrort ist KunstundKultur-Stadtteil“-Simulation, sogar mit neuem Team und mit Elan? Gentrifizieren helfen wollen wir nicht, aber diesen herbeigeredeten und scheint’s auch ein bisschen einsetzenden Kunst-in-Ladenlokale-Boom im Ruhr2010-Gefolge wollen wir schon mitnehmen – wir haben ja damit angefangen. Was es in Ruhrort vielleicht war, ist oder werden wird, sind wir nämlich allemal und schon längst: schön. Und bleiben schön hier. Und sitzen im Lokal Harmonie als dem Raum gewordenen Dreiklang aus Gemütlichkeit, Kritik und Krisenstimmung. Wir machen’s wie Ruhrort: Rahm abschöpfen, Reste essen. Und dann kommt die Brücke drüber. Oder doch die Kreativwirtschaft. Das wollen wir mal sehn.

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MARTIN STEFFEN

Martin Steffen Fotografie

Der schönste Tag hilft leben! Hochzeitsfotografie für die Kindersklaven Haitis.

Als der Bochumer Fotograf Martin Steffen im Jahr 2008 eine Reportage über Kindersklaverei in Haiti fotografiert ist er zutiefst geschockt. 230.000 Kinder leben und arbeiten unter katastrophalen Umständen als sogenannte „Restaveks“ – als Haussklaven in den Elendsvierteln Haitis. Schon Sechsjährige werden ausgebeutet: Sie putzen und kochen, schleppen viel zu schwere Wassereimer, werden geschlag-en und missbraucht.

Bei der Recherche lernt Steffen das Hilfsprojekt „Mouvman vin plis moun“ (kreolisch Bewegung für eine menschlichere Welt) kennen, das etwa 1.500 Restavek-Kinder betreut und deren Leben nachhaltig verbessert. Schon damals hat sich Steffen entschieden, diese Organisation zu unterstützen.

Er hat eine simple, aber, wie sich herausstellt, sehr erfolgreiche Idee. Er fotografiert Hochzeiten - was er sonst nicht tut – und spendet die Honorare. Und überzeugt damit Andere sich ebenfalls zu engagieren. Hochzeitsgäste geben zusätzlich Geld, Menschen erfahren im Netz von der Aktion und spenden. Armin Rohde lässt neue Pressefotos von Martin Steffen fotografieren und spendet danach 5.000 €. Insgesamt sind so in einem Jahr etwa 20.000 € zusammengekommen.

Zwei Dinge möchte Steffen mit seinem Vortrag erreichen: Öffentlichkeit schaffen für die Kindersklaven Haitis und – genauso wichtig – seine kreativen Kollegen anstiften, sich mit eigenen Ideen und Projekten ebenfalls für soziale Themen zu engagieren. Denn davon profitieren alle.

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